Erschrockene Frau vor Wand mit Schimmelbefall
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Wie man Schimmel vermeidet: Unsere Tipps für richtiges Lüften und Co.

Im Winter ist es wichtig, die Wohnung nicht nur richtig zu heizen, sondern auch regelmäßig zu lüften. Ohne ausreichende Lüftung findet kein Luftaustausch statt. Verbleibt die feuchte Luft längere Zeit in den Räumen, droht Schimmelbefall. Gemeinsam mit unserem Partner, der SparkassenVersicherung Sachsen, haben wir für euch die wichtigsten Tipps zur Schimmelvermeidung zusammengestellt.

Der Mensch sorgt für Feuchtigkeit

Feuchtigkeit in Wohnräumen wird vor allem durch die Bewohner – direkt oder indirekt – erzeugt. Jeder von uns gibt durch Atmung oder Schwitzen ungefähr eineinhalb Liter Feuchtigkeit pro Tag an seine Umgebung ab. Beim Kochen, Waschen und Duschen entsteht zusätzlich jede Menge Wasserdampf.

In einem Vier-Personen-Haushalt fallen so täglich rund zwölf Liter an. Besonders gefährdet sind in der Wohnung das Badezimmer, die Küche und das Schlafzimmer. Feuchte Luft sollte also möglichst schnell wieder aus den Räumen befördert werden.

kondenswasser an einem fenster
Frau oeffnet ein Fenster
Frau oeffnet ein Fenster
kondenswasser an einem fenster

Anti-Schimmel-Formel: Lüften, Heizen, Möbel stellen

Das richtige Anti-Schimmel-Raumklima entsteht vor allem durch das Zusammenspiel aus Heizen und Lüften. Die Luftfeuchtigkeit in Wohnungen sollte bei kalter Witterung 40-50 Prozent und in milden Zeiten der Heizperiode 50-60 Prozent nicht überschreiten. Messen lässt sie sich mit einem Hygrometer. Diese kleinen Geräte gibt es im Baumarkt oder bei Amazon. Auf dem Display lassen sich Luftfeuchtigkeit und Temperatur einfach ablesen. So habt ihr die wichtigsten Daten immer im Blick.

Hygrometer zwischen Pflanzen

Unsere Empfehlungen für einen optimalen Luftaustausch

1) Drei- bis viermal täglich kurze Lüftungsphasen von etwa 5 bis 10 Minuten

2) Bei einer Querlüftung, also dem Öffnen gegenüberliegender Fenster und Türen, sind 2 bis 3 Minuten pro Lüftungsvorgang notwendig, um den nötigen Luftaustausch zu erreichen.

3) Bei der Stoßlüftung, der Öffnung des Fensters bei geschlossener Tür, sind es 5 bis 7 Minuten.

4) Wichtig im Winter: je kälter die Außentemperatur, desto kürzer sollte gelüftet werden - minimal aber 5 Minuten.

5) Je schlechter das Haus gedämmt und je größer die Bewohnerzahl ist, desto häufiger sollte man lüften.

6) Denkt dran: dauerhaft gekippte Fenster verschwenden unnötig Energie, außerdem kann sich an den Fensterwänden Feuchtigkeit niederschlagen. Also unbedingt einen Alarm im Handy aktivieren, um die notwendige Zeit nicht zu überschreiten.

7) Heizkörper während des Lüftens abstellen - die frische, sauerstoffreiche Luft wärmt sich anschließend schnell wieder auf.

8) Bei innen liegenden Bädern oder Küchen ist es wichtig, dass die Lüftungsanlage immer einwandfrei funktioniert. Ist hier keine Lüftung installiert, sollte die Badezimmer- oder Küchentür nach dem Duschen oder Kochen für eine halbe Stunde offen stehen gelassen werden. Dabei auch in den angrenzenden Räumen lüften, um einen Luftaustausch sicherzustellen.

Expertenempfehlungen für effizientes Heizen

  • In Wohnräumen und der Küche sollten um die 20°C, im Bad 21°C, im Schlafzimmer 18°C tagsüber und ca. 15°C nachts erreicht werden.
  • Die Heizung auch beim Verlassen der Wohnung nie ganz ausschalten, lieber nach unten regulieren.
  • Werden Zimmer unterschiedlich beheizt, sollten die Zimmertüren geschlossen sein.
Finger auf Heizungsregler

Welche ist die richtige Position der Möbel?

Vor allem wenn Möbel an Außenwänden platziert werden, sollte ein Abstand von 10 cm zur Wand, mindestens jedoch 5 cm eingehalten werden. Die Faustregel zur richtigen Position der Möbel ist also immer mindestens die Breite einer Hand. Das Gleiche gilt für Vorhänge und Gardinen. Nur so kann die Luft ausreichend zirkulieren. Schimmelgutachter raten sogar, in Altbauten (vor ca. 1985) möglichst überhaupt keine großen Schränke an Außenwänden aufzustellen.

Alte Fenster, veraltete Heizung oder fehlende Lüftung?

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