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In aller Munde: energetische Sanierung. Aber was bedeutet das eigentlich?

Wir versuchen für euch Antworten zu finden, was energetische Sanierung bedeutet und welche Chancen gerade auch für unsere Umwelt in der Sanierung und Erhaltung alter Gebäude liegen.

In den letzten Monaten haben wir alle erlebt, wie es sich anfühlt, wenn Waren und Rohstoffe knapp werden. Lieferketten und Herstellung lassen sich meist anpassen und bald lag wieder genug Toilettenpapier und Mehl in den Regalen.

In der Bauwirtschaft ist es nicht ganz so einfach: Roh- und Baustoffe kommen aus der ganzen Welt. Baumaterial nicht vorrätig zu haben, bedeutet Bauverzug und damit höhere Kosten. Umso wichtiger ist es, Materialien und Rohstoffe bewusst und sparsam einzusetzen und möglichst viel Altes zu erhalten.

Energetische Sanierung heißt ein bestehendes Gebäude so zu reparieren, dass es weniger Energie verbraucht als zuvor. Dabei darf man nicht nur an morsche Fenster oder undichte Dächer denken: Altes zu erhalten spart schon CO2 durch den Verzicht auf Neubau.

Schon gewusst?

Beim Abriss eines Einfamilienhauses von 140m2 Wohnfläche entstehen rund 400 Tonnen Bau- und Abbruchabfälle die häufig nicht oder nur unzureichend recycelt werden. Diese Bauabfälle machen rund 60% des gesamten deutschen Abfalls aus.

Hinzu kommt: wer saniert spart nicht nur Abfälle ein. Kies und Sand, unverzichtbar für jeden Bau, sind schwindende Rohstoffe, was die Meisten nicht auf dem Schirm haben. Die Zementproduktion der Welt ist für mehr CO2-Ausstoß verantwortlich als der weltweite Flugverkehr.

So macht sich energetische Sanierung für alle bezahlt, nicht nur für den Eigentümer.

Eine energetische Sanierung sorgt für einen besseren Kälte- oder Hitzeschutz, spart Heizkosten, bewirkt ein gesünderes Raumklima und erhält oder steigert den Wert einer Immobilie.

Was gehört zu einer energetischen Sanierung:

Welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind, hängt immer von den konkreten Gegebenheiten ab. Hier kann man sich seriös über Maßnahmen informieren:

Energiesparen & Klimaschutz zuhause | co2online

Grundsätzlich sind folgende Maßnahmen aber die Häufigsten:

  • Wärmedämmung (vor allem Außenwände, Dachdämmung, Dämmung der Kellerdecke)
  • Austausch alter und undichter Fenster und Außentüren
  • Einbau einer neuen, modernen Heizung
  • die Integration von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Was sinnvoll ist, klärt man am besten mit einem Energieexperten.  Im Raumgewinn-Netzwerk haben wir Fachfirmen zu allen Themen gebündelt. Meldet euch einfach dazu via Kontaktbutton.

Falls es um einen ersten Überblick geht, hier findet ihr einen Fachmann aus eurer Region:

Energie-Effizienz-Experten (EEE)

Lohnt sich eine energetische Sanierung für mich?

Kurz gesagt: ja, wenn die Sanierung beziehungsweise Modernisierung fachgerecht gemacht wird.

Eine Wärmedämmung der Außenfassade und des Daches spart zum Beispiel bis zu 30 Prozent der Energiekosten. Eine neue Heizungsanlage mit Wärmepumpe, Brennwerttechnik oder Holzpelletofen kann die Energiekosten um circa 25 Prozent senken.

Wie viel Ihr genau einsparen könnt, hängt allerdings auch von Zustand und Material des Bauwerks ab.

Eine Fachfirma zu finden ist nicht einfach: Wir haben ein Raumgewinn-Netzwerk von regionalen Handwerkern. Einfach per Kontaktbutton anfragen!

Bin ich verpflichtet energetisch zu sanieren?

Aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) haben Käuferinnen und Käufer einer Bestandsimmobilie die Pflicht zur energetischen Sanierung. Das betrifft insbesondere Ein- und Zweifamilienhäuser, die vor dem 1. Februar 2002 gebaut wurden.

Käuferinnen und Käufer sollten wissen, dass sie innerhalb von zwei Jahren nach dem Einzug zu einer Sanierung verpflichtet sein können, wenn die entsprechenden Standards nicht eingehalten werden.

Das betrifft:

  • den Austausch der alten Heizung
  • die Dämmung von Rohrleitungen
  • die Dämmungen des Daches oder des Dachbodens

Öl- und Gasheizungen dürfen nach 30 Jahren Laufzeit nicht mehr betrieben werden. Die Sanierungspflicht betrifft sogenannte Standard- und Konstanttemperaturkessel. Niedertemperatur- und Brennwerttechnik sind nicht betroffen.

In kalten Kellern ist die Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen Pflicht. Nach der EnEV müssen Hauskäuferinnen und -käufer die oberste Geschossdecke oder wahlweise das Dach eines Altbaus dämmen.

Gebäude, die nach dem 1. Februar 2002 errichtet wurden, erfüllen bereits gewisse Anforderungen der EnEV. Daher ist der Sanierungsbedarf meist nicht groß. Aber auch bei Häusern, die im Jahr 2000 entstanden sind, reicht die Dämmung in der Regel aus.

Als Altbau-Eigentümerinnen und -Eigentümer seid ihr übrigens nicht gezwungen, euer Haus umfassend energetisch zu sanieren. Beauftragt ihr allerdings Sanierungsarbeiten, müssen diese den Vorgaben der EnEV entsprechen.

Was wird gefördert und wie kann ich die Sanierung finanzieren?

Förderrichtlinien und Fördertöpfe ändern sich regelmäßig. Einen Überblick über unser Finanzierungsangebot findet ihr hier.

Diesen Artikel zum Zusammenspiel von Förderung und Finanzierung finden wir sehr gelungen, auch dort findet ihr hilfreiche Links und ein Erklärvideo.

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Team Raumgewinn

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